01.11.2014 FCE I - AC Werdau

Auswärtssieg in Werdau mit zehn deutschen Ringern!

Auch der Beginn der zweiten Halbserie und der damit verbundene Stilartwechsel konnte den Lauf der FCE- Ringer nicht stoppen. Dabei verzichtete Trainer Björn Schöniger gegen die Westsachsen gänzlich auf unsere ausländischen Athleten und trat mit zehn deutschen Sportlern an. Der so errungene 16:14 Erfolg bekommt dadurch eine besondere Note.

Zu Beginn zeigte Kirk Reimer (57kg-GR), dass er sich im Greco wesentlich wohler fühlt. Er zerlegte Alexander Röll förmlich und kam schon in der ersten Runde zum Überlegenheitssieg nachdem er in der Vorrunde gegen den selben Gegner im Freistil noch nach Punkten unterlag. Danach musste Nico Schmidt (130kg-FS) gegen den Ungarn Attila Szmik die erste Saisonniederlage (2:5/0:2) einstecken. Obwohl er als eingefleischter Klassiker gegen den Freistilspezialisten einen guten Kampf machte und zeitweise sogar in Führung lag. In den beiden folgenden Duellen mussten unsere Ringer vorzeitige Niederlagen hinnehmen. Pierre Vierlings (60kg-FS) Gegner Jozsef Molnar wurde im Hinkampf noch im 66kg -Limit eingesetzt. Unser Veteranenweltmeister wehrte sich tapfer hatte aber letztlich keine Chance. Das Selbe traf auch auf Maximilian Kirmse (98kg-GR) zu. Er versuchte von Beginn an dagegen zu halten, aber der Tscheche Vojtech Kukla war ihm körperlich überlegen und hatte die größere Wettkampfhärte. Wenn auch die unrühmliche Rolle des Kampfrichters sich noch zusätzlich negativ auswirkte. Er begann in diesem Kampf (und auch in anderen Duellen) viel zu früh mit Passivitätsverwarnungen, obwohl sich beide Sportler nichts schenkten. Außerdem übersah er im Bodenkampf die eindeutige „Beinarbeit“ des Werdauers. Max Seidler (66kg-GR) bekam seine vier Punkte schon an der Waage, denn Felix Plaugner hatte satte 8,3kg Übergewicht. Somit hielt sich der Rückstand der Auer, beim 8: 10 zur Pause, noch in Grenzen.
Mit Willi Wendel (86kg-FS) und Franco Büttner standen sich zwei langjährige Trainingspartner gegenüber. Natürlich kannten sich beide dadurch genau und Nuancen mussten über den Ausgang des Gefechtes entscheiden. Die Entscheidung brachte letzlich eine verhängte Aktivenzeit des unsicheren Mattenrichters in der letzten Kampfminute. Beim Stand von 3:2 musste Willi unbedingt einen technischen Punkt erzielen sonst wäre der Kampf verloren gewesen. Dies gelang ihm, unter dem Jubel der zahlreichen Auer Fans, mit einem erfolgreichen Beinangriff. In sehr guter Verfassung zeigte sich Philipp Herzog (66kg-FS). Er besiegte den starken William Stier sicher mit 11:3/3:0. Zum ersten mal für den FCE im Einsatz war danach Bastian Kurz (86kg-GR). Er kam vor der Saison von der Wettkampfgemeinschaft Pausa/Plauen nach Aue. Er begann dynamisch und ging in Führung. Leider merkte man ihm im weiteren Verlauf die mangelnde Wettkampfpraxis an und er ließ am Boden eine Rolle zu. Somit hatte der Ex- Thalheimer Chris Schneider zum 3:3 ausgeglichen. Am Ende reichte es für den „Kurzen“ zum knappen Sieg auf Grund von weniger Verwarnungen. Wie schon im vergangenen Jahr ist das Limit bis 75kg-GR die Sahne- Gewichtsklasse der Auer. Daran konnte auch der sehr gute Matous Morbitzer nichts ändern. Er fand in Markus Thätner seinen Meister. Beim Zwischenstand von 16:10 aus Auer Sicht war den Gästen der Auswärtssieg nicht mehr zu nehmen.Brian Bliefner (75kg-FS) musste danach gegen den Ungarn Zsombor Gulyas antreten. Er war von Beginn an in die Defensive gedrängt. Schlug sich aber achtbar und wurde kurz vor dem Ende umstritten disqualifiziert. Nachdem gegen ihn dreimal(!) eine Aktivenzeit verhängt wurde.