10.12.16 FCE I - RSV Greiz

Spitzenreiter besiegt

Um 16.00 Uhr sollte der Bundesligakampf zwischen den FCE- Ringern und dem RSV Greiz beginnen, doch da war der angesetzte Kampfrichter Wenzel noch nicht eingetroffen. Die Telefondrähte glühten und Andi Friedemann konnte als Vertretung gewonnen werden. 16.30 Uhr startete das Geschehen auf der Matte. Dabei konnten die Auer an die gute Leistung der Vorwoche anknüpfen und den souveränen Spitzenreiter klar mit 18:11 besiegen. So bleibt es im Kampf um den dritten Rang weiter spannend. Greiz ist trotz der Niederlage der Staffelsieg nicht mehr zu nehmen und Markneukirchen sicherte sich, mit dem Heimsieg über Pausa, den 2.Platz. Der FCE (23:11 Punkte), RV Thalheim (23:11) und KAV Mansfelder Land (22:14) streiten nun noch um den vakanten letzten Platz auf dem Treppchen.

Kirk Reimer (57kg-GR) bekam seine 4 Mannschaftspunkte schon auf der Waage, denn sein Gegner, Dustin Nürnberger, war mit Übergewicht angereist. So leicht wurde es Nico Schmidt (130kg-FS) nicht gemacht. Der lange Sebastian Wendel hatte gegen Nico zwar einen eindeutigen Gewichtsnachteil, dafür ist er aber im Freistil zu Hause. Doch der Auer Kapitän schaffte es über die meiste Zeit ihn oben zu binden und passiv aussehen zu lassen. Als es dem Gästeringer doch einmal gelang Nicos Bein zu fassen, war gerade seine Aktivenzeit verstrichen und ihm konnten somit keine Punkte zugesprochen werden. Am Ende freute sich der Auer über seinen 2:0/3:0- Punktsieg. Es folgte der beste Kampf des Nachmittages. Emanuel Krause (61kg-FS) traf dabei auf den starken Moldawier, Vladimir Codreanu. In diesem erfreulich, offensiven Kampf schenkten sich beide Sportler nichts. Höhepunkt war ein blitzschneller Achselwurf des Greizers, durch den „Momo“ kurzzeitig in eine gefährliche Lage geriet. Lange hatte der Gästeringer in engen Situationen die bessere Antwort. Aber unser Mann gab nie auf und sammelte gegen Ende des Fights noch vier Punkte. Somit konnte er die Punktniederlage noch in Grenzen halten (8:13). Inzwischen war dann auch der angesetzte Schiedsrichter eingetroffen und übernahm die Leitung. Im Hinkampf war Vladimir Gotisian noch Überlegenheitssieger über Robert Olle (damals 75kg-FS). Jetzt musste er zwei Gewichtsklassen aufrücken und dann auch noch im Klassischen Stil antreten. Diese Chance ließ sich unser 20kg- schwerere Rolf Linke (98kg-GR) nicht nehmen und legte ihn nach ca. 2 Minuten auf beide Schultern. Leider erging es im Anschluss Max Seidler (66kg-GR) ebenso. Er wurde von Florian Crusius unsanft auf die Matte geworfen und kam aus diesem Griff nicht mehr heraus. Mit einer 10:6 Führung ging es in die Pause.

Zum Wiederbeginn zeigte Willi Wendel (86kg-FS) eine kämpferisch, tadellose Leistung. Aufopferungsvoll stemmte er sich dem Deutschen Meister, Martin Obst, entgegen und ließ ihn nicht wie gewohnt zur Entfaltung kommen. Dadurch gab er nur drei Mannschaftspunkte ab (0:3/1:10).
Philipp Herzog (66kg-FS) tat sich gegen den 17- jährigen Joel Wrensch lange Zeit schwer. Kurzzeitig lag er sogar 1:2 zurück, doch mit einem doppelten Beinangriff sorgte er für klare Verhältnisse. Am Ende landeten 3 Mannschaftspunkte auf dem Auer Konto.
Gabor Madarasi (86kg-GR) traf diesmal auf Toni Stade. Der Greizer Kapitän startet sonst eigentlich im Limit bis 75kg. Diese Vorteil nutzte Gasbor konsequent aus. Ständig war er im Vorwärtsgang und erkämpfte sich damit einen 3:0/9:0- Punktsieg. Ähnlich war es im Duell zwischen Krisztian Jäger (75kg-GR) und Brian Tewes. Tewes kämpft sonst in der Klasse bis 66kg. Er machte es unserem Ungarn aber nicht leicht und wehrte sich verbissen. Trotzdem konnte er die 0:2/0:7- Niederlage nicht verhindern. Nach längerer Zeit musste Brian Bliefner (75kg-FS) wieder eine Niederlage einstecken. Dabei versuchte er viel, aber der Moldawier, Vladimir Gotisian, war einfach zu clever. Brian ärgerte sich sehr über seine Niederlage (0:2/3:9), aber die sollte ihn nicht umwerfen, denn er hat speziell in dieser Saison noch einmal eine großen Schritt nach vorne gemacht und gehörte zu den fleißigsten Punktesammlern der Veilchen. Das wurde auch von den Auer Fans honoriert, denn sie wählten ihn zum „Ringer des Jahres“.