26.11.16 RV Thalheim - FC Erzgebirge Aue I

FCE- Ringer unterliegen im Erzgebirgsderby

In einem umkämpften Erzgebirgsderby unterlagen die FCE- Ringer letztlich deutlich mit 9:16 und stehen nun, punktgleich mit den Thalheimern, auf dem 5.Rang. Nur vier Einzelsiege und zwei vorzeitige Niederlagen ließen kein besseres Ergebnis zu.

Eine Vorentscheidung fiel dabei schon im ersten Duell des Abends. Kirk Reimer (57kg-GR) traf dabei auf Patrick Baumann. Anfangs wurde der Auer seiner leichten Favoritenrolle auch gerecht und bestimmte den Kampf. Es gelang ihm Baumann im Bodenkampf zu rollen und in Führung zu gehen. Doch schon kurz darauf landete er, nach einem Kopfhüftschwung des Thalheimers, unsanft auf der Matte. In seinem Bemühen den Sieg noch an sich zu reißen wurde er, vom ständig rückwärts laufenden Einheimischen, nochmals geworfen. Ein undenkbar schlechter Einstieg in den Wettkampf für die Veilchenringer! Daran änderte auch der souveräne Sieg von Mateusz Filipczak (130kg-FS) nichts. Er beherrschte seinen Landsmann, Radoslaw Dublinowski, nach Belieben und siegte durch technische Überlegenheit. Das absolute Spitzenduell des Abends war der Kampf von Emanuel Krause (61kg-FS) gegen den Rumänischen Meister Ioan-Raul Donu. Beide belauerten sich und versuchten mit katzenhafter Gewandtheit Angriffsaktionen zu starten. Als Erster war damit der Rumäne erfolgreich. Es gelang ihm Krause parallel zu beherrschen. Davon angestachelt marschierte nun der FCE- Ringer ständig nach vorne und konnte auch einen Punkt aufholen. Doch mehr als ein weiterer Zähler, nach einer Passivitätsverwarnung für Donu, gelang nicht. Auch dies knappe Niederlage schmerzte und ließ für den weiteren Verlauf nichts gutes erahnen. Rolf Linke (98kg-GR) gelang es danach die Mienen der Auer wieder etwas aufzuhellen. Gegen den jungen Tschechen, Ondreij Dadak, benötigte er dazu seine ganze Routine. Man merkte Linke an, dass er sich für die in der Vorwoche erlittene Niederlage unbedingt revanchieren wollte. Dabei behielt er gegen den aufopferungsvoll kämpfenden Dadak sprichwörtlich den Kopf oben. Er wehrte die teilweise ungestümen Angriffsversuche des Tschechen clever ab und sicherte sich so den kappen Punkterfolg. Für Christoph Bast (66kg-GR) gab es diesmal, gegen Alexander Grebensikov, nichts zu holen (0:3/0:10). Der voll austrainierte Grebensikov war diesmal eine Nummer zu groß, auch weil Christoph durch sein Jurastudium die Trainingsumfänge reduzieren musste.
Zur Pause führten die Gastgeber knapp mit 6:5, und der Ausgang des Duells war noch völlig offen. Doch dann kamen die Gäste in den ersten drei Begegnungen nach der Pause mächtig unter die Räder. Robert Olle (86kg-FS) konnte seinen Gewichtsnachteil (8kg) in der ersten Runde noch gut kompensieren und lag nur knapp mit 1:2 zurück. Aber in der der 2.Runde brannte das Thalheimer Eigengewächs, Benjamin Opitz, ein Technikfeuerwerk ab, dem Robert nicht mehr gewachsen war. Kurz vor dem Ende stand dann seine technische Überlegenheit fest. Philipp Herzog (66kg-FS) lieferte, trotz seiner Punktniederlage, eine beherzte Vorstellung ab. Gehandicapt durch eine Fingerverletzung stellte er sich in den Dienst der Mannschaft. Bis zum Ende versuchte er Alles um seinen Dauerrivalen, Dawid Takunow, wie im Hinkampf zu besiegen. Leider wurde er kurz vor Ende noch einmal gekontert und gab so zwei, statt einem Mannschaftspunkt ab (0:2/2:6). Gabor Madarasi (86kg-GR) erlebte seine persönliches Deja-vu. Wie in der Vorwoche beendete er den Kampf auf beiden Schultern liegend. Diesmal war sein Gegner der diesjährige U23- Europameister, Erilk Szilvassy. Gerade als Gabor etwas besser in den Kampf fand, wurde er von seinem ungarischen Landsmann geschleudert. Damit war der Mannschaftskampf entschieden, denn die Gastgeber lagen mit 16:5 uneinholbar in Front.
So dienten die Erfolge, von Krisztian Jäger (75kg-GR) mit 2:0/6:2 gegen Tobias Löffler und Brian Bliefner (75kg-FS) mit 2:0/8:1 über William Stier, nur noch zur Ergebniskosmetik.