21.10.17 SV Johannis Nürnberg – FCE Aue I

Nürnberger „Grizzlis“ zu stak für FCE- Ringer!

Vor einer stimmungsvollen Kulisse, zu der auch die zahlreiche Auer Fans ihren Beitrag leisteten,
unterlagen die Veilchenringer in Nürnberg mit 4:17. Dabei täuschte das Ergebnis über den wahren
Kampfverlauf ein wenig hinweg. Mit etwas Fortune können vier Kämpfe auch an die Auer Ringer gehen.
Im ersten Duell der Rückrunde stand der obligatorische Stilartwechsel an. Traditionell tut sich unsere
Mannschaft hier etwas schwerer, aber am Samstag sah man in Ansätzen, dass dieses Jahr auch hier noch
einiges möglich ist und das Ziel Achtelfinale durchaus erreicht werden kann.
Im Limit bis 57kg-GR zeigte unser Adrian Hajduk, dass er sich auch im Klassischen Ringkampf
beachtlich präsentieren kann. Gegen den Deutschen Spitzen Ringer, Fabian Schmitt, führte er lange. Ein
5- Punkte- Wurf des Einheimischen drehte schließlich das Match und unser Pole geriet auf die
Verliererstraße (0:2/4:9). Der Gegner von Mateusz Filipczak (130kg-FS) war für ihn kein Unbekannter.
Auf den Kubaner Reinieri Salas Perez traf er schon bei den Weltmeisterschaften. Auch damals unterlag er
knapp. Am Samstag hätte, bei konsequenter Regelauslegung , Mateusz durchaus gewinnen können, aber
die offensichtliche Passivität des Kubaners wurde vom Unparteiischen nicht bestraft. So musste er eine
unglückliche 0:1/2:3- Niederlage hinnehmen. Einen großen Kampf zeigte Emanuel „Momo“ Krause
(61kg-FS). Endlich konnte er in „ seiner“ Stilart Freistil antreten. Er legte gegen den Bulgaren, Stoyan
Iliev, los wie die Feuerwehr. Bis zur letzten Kampfminute führte er noch mit 6:3 Punkten! Dann konnte er
den den angreifenden Bulgaren nicht mehr im Zaum halten und gab den Erfolg noch aus der Hand
(0:1/6:8). In einem Gefecht auf Augenhöhe musste sich Rolf Linke, nur auf Grund einer
Passivitätsverwarnung, Philipp Vanek beugen (0:1/0:1). Philipp Herzog (66kg-GR) muss in diesen Jahr
auch im Klassischen Ringkampf auf die Matte. Gegen Deniz Meneske rang er 1.30 Minuten gut mit, dann
wurde er vom Nürnberger kalt erwischt und fand sich auf beiden Schultern wieder.
Franco Büttner (86kg-FS) zeigte sich in guter Form. Auch wenn der Sieg letztlich an Milan Blagoev ging
(2:0/4:1) machte sein Auftritt Mut für die kommenden Aufgaben. Ebenso überzeugend trat William Stier
(71kg-FS) auf. Beim Hinkampf in Aue unterlag er Tim Stadelmann noch vorzeitig. Diesmal fehlte nicht
viel und William hätte als jubelnder Sieger die Matte verlassen. Doch am Kampfende musste er dem
„Abkochen“auf die 71 Kg Tribut zollen, so gab er noch vier Punkte ab und musste Stadelmann den Sieg
überlassen (0:1/6:7). Auch mit Gabor Madarasi (80kg-GR) war der Auer Trainer, Björn Schöniger,
zufrieden. Auch wenn er sein Duell gegen Roland Schwarz nicht gewinnen konnte (0:2/1:8), bestätigte er
seine gute Form der letzten Wochen. Danach sorgte Krisztian Jäger (75kg-GR) dafür, dass das Auer
Punktekonto nicht leer blieb. Gegen Michael Lutz brauchte er 3,5 Minuten, danach stand seine technische
Überlegenheit fest. Im letzten Kampf des Abends traf Brian Bliefner (75kg-FS) auf den Griechen Olegk
Motsalin. Motsalin ist als ausgewiesener Konterringer bekannt. Dies sollte letztlich auch in diesem Duell
den Ausschlag geben. Da Brian 1:2 im Rückstand war musste er den Vorwärtsgang einlegen. Darauf hatte
der Grieche nur gewartet, so sammelte er Punkt um Punkt und ließ das Mannschaftskonto der „Grizzlis“
um weitere 3 Punkte (3:0/9:1) anwachsen.